
Vier Hamburger Athlet*innen im Deutschen Skateboard-Kader 2026 –
Skateboard e.V. Hamburg fordert bessere Trainingsstrukturen
Pressemitteilung - Hamburg, 19.01.2026 –
Der Deutsche Rollsport- und Inlinerverband e.V. (DRIV) sowie die Sportkommission Skateboard (SKSB) haben die Kaderliste für das Jahr 2026 veröffentlicht. Mit dabei sind insgesamt vier Athlet*innen aus Hamburg, die in die Kaderstufen Perspektivkader (PK) sowie Nachwuchskader (NK 1 & 2) berufen wurden.
Drei der Nominierten stammen aus dem Skateboard e.V. Hamburg, ein weiterer Athlet aus dem TSG Bergedorf e.V. Für den Skateboard e.V. Hamburg wurden Keanu Schwendt (Perspektivkader) sowie Lito Gorten und Ari Gorten (Nachwuchskader 2) in den Deutschen Skateboard-Kader aufgenommen. Jesse Kloes (Nachwuchskader 1) vertritt Hamburg über den TSG Bergedorf e.V. Damit ist Hamburg im Jahr 2026 mit vier Athlet*innen im deutschen Leistungskader vertreten.




„Die Berufung unserer Athlet*innen in den Deutschen Skateboard-Kader ist eine große Anerkennung ihrer sportlichen Entwicklung und der ehrenamtlichen Vereinsarbeit“, so der Skateboard e.V. Hamburg. „Gleichzeitig macht dieser Erfolg die strukturellen Defizite im Hamburger Skateboarding besonders deutlich.“ Der Skateboard e.V. Hamburg zählt aktuell 107 gemeldete Mitglieder, verfügt jedoch über kein eigenes Vereinsgelände. Trainings finden überwiegend auf öffentlichen Skateparks statt, die in Hamburg kategorisch als Spielplätze geführt werden. Diese Flächen bieten zwar niedrigschwellige Bewegungsangebote, erfüllen jedoch nicht die Anforderungen an strukturierte Vereins- und Leistungssportarbeit, da sie jederzeit öffentlich zugänglich sein müssen und weder feste Trainingszeiten noch die notwendige Infrastruktur wie Toiletten oder Trinkwasserversorgung vorhanden sind. Die Nachfrage von Schulen, Eltern und Kindern nach einem konstanten Trainingsangebot in Hamburg ist hoch.
„Hamburg hat viele Skateparks, aber – mit einer Ausnahme in Bergedorf – keine echten Sportstätten für Skateboarding“, erklärt der Verein. „Es fehlen feste Trainingszeiten, wetterunabhängige Flächen und Orte, an denen sich Vereinsarbeit, Nachwuchsförderung und Leistungssport nachhaltig entwickeln können. Auch die zukünftige
Ausbildung von qualifizierten Skateboard-Trainer*innen muss/sollte gewährleistet werden. Auch dieses ist nur über eine eigene Trainingsstätte bzw. wetterunabhängiges Vereinsgelände realisierbar.
Vor dem Hintergrund der anstehenden Olympiabewerbung, des Bürgervotums sowie der Tatsache, dass Skateboarding seit den Olympischen Spielen in Tokio 2021 olympisch ausgetragen wird und seit 2025 offiziell als olympische Kernsportart gilt, sieht der Skateboard e.V. Hamburg dringenden Handlungsbedarf. Der Verein wünscht sich perspektivisch ein eigenes erreichbares Vereinsgelände sowie eine stärkere Einbindung von Skateboarding in die Hamburger Sportentwicklungsplanung.
„Die aktuellen Kaderberufungen zeigen, welches Potenzial in Hamburg steckt“, so der Verein weiter. „Damit dieses Potenzial langfristig ausgeschöpft werden kann, braucht es jetzt klare Signale und Investitionen in eine zeitgemäße Sportinfrastruktur für Skateboarding in Hamburg“.
Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Länder wie Japan, Brasilien, die USA, Australien und Frankreich seit Jahren konsequent in professionelle Trainingsstrukturen investieren und dadurch kontinuierlich auf höchstem Leistungsniveau vertreten sind. Um international konkurrenzfähig zu bleiben, braucht es auch in Deutschland – und insbesondere in Metropolen wie Hamburg – verlässliche sportliche Rahmenbedingungen für den Nachwuchs- und Leistungssport.
Pressekontakt:
Pascal Lieleg (1. Vorsitzender Skateboard e.V.)
Mail: pascal@skateboardev.de
Geschäftsstelle:
Skateboard e.V. c/o Jasmin Spreckels
Hagedornstr. 53
20149 Hamburg





